Die Verhaltenstherapie ist ein allgemein anerkanntes und wissenschaftlich belegtes Therapieverfahren, welches davon ausgeht, dass Verhalten größenteils erlernt wird. Auch Denkmuster und Umgang mit Gefühlen werden im Laufe des Lebens unterschiedlich erlebt und entsprechend wird auch individuell reagiert.

Diese Sichtweise auf Verhalten bietet die Möglichkeit an eingeschliffenem, zum Teil mit einer hohen Unzufriedenheit verbundenem Verhalten (bis zu einer deutlichen psychischen Belastung) zu arbeiten, im dem wir ein neues Verhalten erlernen und das alte verlernen. Sollten die Verhaltensmuster tief in der Kindheit verankert sein, besteht ergänzend die Möglichkeit mit Zuhilfenahme von anerkannten weiterentwickelten Verfahren der Verhaltenstherapie wie SBT nach Sulz oder Schematherapie auch tiefsitzende Verhaltensmuster zu bearbeiten.

Eine psychotherapeutische Sitzung dauert 50 Minuten und findet in der Regel wöchentlich statt. Die Therapiedauer bemisst sich an den bestehenden Beschwerden und kann zwischen 25 Stunden bis zu 65 Stunden dauern. Wichtig für das Erreichen einer Veränderung ist neben dem Veränderungswunsch auch die Mitarbeit zwischen den Sitzungen.

Die Kosten für Ihre Therapie werden, wenn sie privat versichert sind von den privaten Krankenkassen bzw. der Beihilfe übernommen. Sollten sie Kassenpatient sein und trotzdem an einer Therapie interessierst sein, besteht neben der Möglichkeit als Selbstzahler zu kommen (aktuell nach GOÄ ab; Ziffer 870 im 2,3-fachen Satz: 100,55 €) auch die Möglichkeit nach dem Kostenerstattungsverfahren behandelt zu werden, wenn es ihnen nicht möglich ist, über eine längerem Zeitraum einen Therapieplatz bei einem Kollegen mit Kassenzulassung zu bekommen. Bezüglich der einzelne Kassen und deren Therapiebedingungen bitte ich Sie, sich vorher oder entsprechend zeitnah mit Ihrer Kasse zu beraten.